Siebenbürgen, nur circa eineinhalb Flugstunden von Zentraleuropa entfernt, ist nicht nur als Wanderziel eine Reise wert, auch seine Städte können Einiges bieten: Sibiu (Kulturhauptstadt Europas 2007), Sighishoara (eine Art siebenbürgisches Rothenburg ob der Tauber) und Brasov (das Salzburg Siebenbürgens). Hermannsburg, Schäßburg und Kronstadt heißen diese Städte auf Deutsch, da sie von Siebenbürger „Sachsen“ gegründet wurden (wie insgesamt sieben Städte mit Burgen, daher vermutlich die Bezeichnung „Siebenbürgen“.) Nach dem Fall des kommunistischen Regimes 1989 haben die meisten der recht zahlreichen Deutschen, die zuvor bis zu 10% der siebenbürgischen Bevölkerung ausmachten, das Land verlassen. Ich bin dennoch auf meiner Reise immer wieder Vertretern der deutschen Minderheit begegnet, unter ihnen Ovidiu Gant, dem (einzigen) deutschen Abgeordneten im Rumänischen Parlament oder Karl Ehrmann, dem Geschäftsführer des Saxonia-Hotels in Rosenau.

Meine rumänischen Bekanntschaften, vom Schafhirten bis zum Priester (der bedeutenden rumänisch-orthodoxen Kirche), begegneten mir ohne Vorbehalte und mit großer Gastfreundschaft. Und was für ein erhebendes Gefühl als Pädagoge als „Professori“ betitelt zu werden!

Nicht zu übersehen ist die Tatsache, dass Rumänien ein Land im Umbruch ist, der Veränderungen mit sich bringt, die nicht von allen gut geheißen werden. Zu kritisieren ist in jedem Fall die Tendenz zu einer Zweiklassengesellschaft sowie die starke Kommerzialisierung. Bleibt zu hoffen, dass die einzigartige Natur der Karpaten ihr nicht zum Opfer fällt.

Bedanken möchte ich mich ganz besonders bei der Familie Jahn, auf deren Einladung ich nach Rumänien kam und die mich im Vorfeld meiner Trekkking-Reise im Timishoara (Temeswar) umfassend betreuten und in das Land einführten. Außerdem brachten sie mich letztendlich mit Marius und Gabi vom Club Montan Altitudine zusammen, ohne deren Unterstützung die Trekking-Touren nicht so problemlos verlaufen wären.

















