Outdoor & Trekking

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Eine magische Stimmung empfängt uns, als wir um acht Uhr morgens die Similaunhütte am Niederjoch (3109 Meter) erreichen. Ein Meer aus Wolken versperrt die Sicht ins Tal und die ersten Sonnenstrahlen, die auf die Gletscheroberfläche treffen, lassen den mächtigen Similaun im Licht glänzen. Um fünf Uhr Früh sind wir am Vernagter Stausee (1711 Meter) im Schnalstal (Südtirol) gestartet und durch das Tisental zur Similaunhütte aufgestiegen. Unser Ziel: der 3606 Meter hohe Similaun.

Von der Schutzhütte, die sich auch als Nachtquartier anbieten würde, geht es kurz über Blockwerk zum Niederjochferner. Am anfangs flachen, später aber steil ansteigenden Gletscher halten wir uns am Westrand (meist ausgetretener Steig). Den Schlussanstieg bildet eine steile Firn- oder Eisflanke, die jedoch auf der rechten Seite durch leichte Blockkletterei umgangen werden kann. Danach trennt uns nur noch ein schmaler Grat vom Gipfel, bevor eine einmalige Rundumsicht für die geschafften 1900 Höhenmeter belohnt.

Der Gletscher gilt zwar als einfacher 3000er Südtirols, sollte aber nur mit der nötigen Ausrüstung (Seil, Pickel, Steigeisen) und der nötigen Erfahrung bestiegen werden. Zahlreich Spalten fordern vor allem bei Neuschnee erhöhte Vorsicht. Auch der steile Schlussanstieg und die Höhe sollten nicht unterschätzt werden.

30.01.2009 - 22:07
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Klettersteigerlebnis mit herrlichem Ausblick: Dies bietet die Überschreitung des Masarè-Grates im Südtiroler Rosengartengebiet. Den Ausgangspunkt bildet der Karerpass am Ende des Eggentals. Von dort geht es entweder mit dem Sessellift oder zu Fuß auf die 2215 Meter hoch gelegene Paolinahütte. Der Weg Nr. 549 bringt uns in gemütlicher Wanderung über die Rotwandhütte zum Einstieg.

Der Klettersteig führt nun über die spektakulären Grattürme des Masarè-Kammes und ist fast durchgehend mit einem Stahlseil gesichert, nur kleinere Gehabschnitte sind ohne Sicherungen. Trotzdem verlangt die Tour aufgrund ihrer luftigen Passagen Trittsicherheit, absolute Schwindelfreiheit und natürlich die nötige Ausrüstung (Gurt, Klettersteigset, Helm). Das ständige Auf- und Absteigen am griffigen Fels und den angebrachten Tritthilfen erfordert eine gewisse Armkraft.

Belohnt wird der Kletterer mit einer umwerfenden Rundumsicht in die Dolomitenlandschaft und mit ein wenig Glück einer Begegnung mit der alpinen Tierwelt. Motivierte Bergsteiger können der Tour durch den Aufstieg zur Rotwand (2806 Meter) noch einen krönenden Abschluss verpassen.

30.01.2009 - 22:03
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Frei erhebt sich am Ende des Marteller Talschlusses der Monte Cevedale. Überragt wird das zweispitzige Bergmassiv nur im Norden von Ortler und Königsspitz. Mit 3769 Metern ist er der höchste Berg des Trentinos und der dritthöchste der Ortlergruppe. Auch wenn der Gipfel über einige Routen zu erreichen ist, wählen wir den Aufstieg durch das Martelltal, eines der schönsten Seitentäler Südtirols.

Eine gute Kondition verlangt der vierstündige Marsch vorbei an der Zufallhütte, über den Langenferner (Achtung auf Steinschlag von der Suldenspitze!), hinauf auf die 3254 Meter hoch gelegene Casatihütte. Mit knapp 200 Betten bietet sich das Schutzhaus für eine Übernachtung an. Die letzten 500 Höhenmeter führen südostwärts über ein gewaltiges Gletschermassiv, wobei stets auf versteckte Spalten geachtet werden muss. Das Gehen am Seil und die notwendige Gletscherausrüstung wird hier unabdingbar. Der Schlussanstieg verlangt ein geübtes Gehen mit Steigeisen über eine steile Firn- oder Eisflanke.

Belohnt wird der Bergsteiger mit einer beeindruckenden Aussicht auf die nahe gelegene Königsspitze und einer phänomenalen Fernsicht in Richtung Süden. Gipfelkreuz gibt es auf diesem Berg leider keines, vielmehr erwartet einem am Gipfel die Überreste einer Barracke aus dem Ersten Weltkrieg. Durch das Schmelzen der Gletscher kann es leicht passieren, dass man beim Auf- oder Abstieg auf Gebeine oder Geräte aus der Zeit der Ortlerfront stößt.

Auch wenn der Monte Cevedale nicht als schwierige alpine Tour gilt, so bleibt er wegen der vielen Gletscherspalten und dem steilen Schlussanstieg trotzdem nur erfahrenen Alpinisten anzuraten. Bezwingen lässt sich der Berg auch im Winter mit Tourenski bzw. mit Schneeschuhen (Erhöhte Vorsicht auf versteckte Spalten und Lawinen!)

30.01.2009 - 21:52
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