Marathon des Sables

Der Marathon des Sables gilt als härtester Etappenlauf der Welt: sechs Etappen, die längste davon ca. 80 km, bei Temperaturen von bis zu 50 Grad durch die marokkanische Sahara. Die X-BIONIC® Funktionsbekleidung und X-SOCKS® Funktionssocken stellten ihre außergewöhnlichen Funktionen auch unter diesen extremen Bedingungen unter beweiß.

Abschied

Es gäbe noch viele Geschichten zu erzählen rund um diesem in jeder Hinsicht einmaligen, vom Wetter geprägten 24. Marathon des Sables. Zum Beispiel wie am letzten Tag für piekfeine Angehörige die Möglichkeit besteht, das Bivouac zu besuchen. Um es mit Herbert Meneweger zu beschreiben: Du kommst Dir vor wie ein Affe im Zoo, von dem Fotos gemacht werden. Damit hatte uns die Wüste zum Teil schon wieder frei gegeben und das normale Leben sollte uns bald wieder voll vereinnahmen. Eine Nacht blieb uns noch, bei der wir zu Klängen der extra eingeflogenen Pariser Symphoniker uns zum letzten Mal in unseren Schlafsack kuschelten. Als dann auch noch ein Wiener Walzer gespielt wurde, offerierte Peter seine letzte Packung Trockenweinpulver. Frank beschloss sich sofort für das nächste Jahr anzumelden und, um die Tradition des Zelts 61 fortzuführen, in X-BIONIC Fennec zu starten. Auch Claudia, Peter und Josef werden Ende März wieder in die Wüste Marokkos fliegen. Bis dahin stehen uns ein hoffentlich schöner Laufsommer, der Rennsteiglauf, bei dem wir uns im Mai wieder treffen werden, der GORE-TEX Transalpine Run und viele andere herausfordernde Events bevor…

27.04.2009 - 06:38
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Finish

Greifbar nahe und doch so fern. Aber auch mit jedem Schritt näher. Irgendwann hörte ich dann den Lautsprecher. Wie trügerisch das sein kann ist mir vom Lichtenstein Alpin Marathon noch gut im Gedächtnis: Obwohl man das Ziel nicht sieht, hört man den Speaker bereits die Namen der Einlaufenden verkünden. Dann liegt einem die Linie quasi schon zu Füßen, aber vor dem Überschreiten müssen sozusagen noch fünf Kilometer Ehrenrunde durch den Talkessel gedreht werden. Die Größe des Zielbogens nimmt zu. Nun erlaube ich meinen Gedanken freien Lauf.
Erinnerungen an andere Marathons werden wach. Der erste war zugleich bei meinem ironman Debüt. Ein Schmunzeln huscht über mein Gesicht. Nicht nur deswegen, weil ich vorgestern einen Schnappschuss von einem tätowierten ironman Logo mit einer X-SOCKS gemacht hatte, sondern weil ich damals noch in ganz gewöhnlichen Socken und Sporttextilien antrat. Wie gut habe ich es dagegen heute, top ausgerüstet mit X-SOCKS und X-BIONIC. Damit wäre der erste Vorsatz nach der Rückkehr aus der Wüste gefasst: Einen Blog auf der Website schreiben. Schade, dass ich nicht wissenschaftlich untersuchen kann, wie viel Prozent an legaler Leistungssteigerung Josef und mir die Wüstenfuchs-Technologie des Fennec Polos genau gebracht hat, aber eins ist klar: Das Produkt ist einmalig und ich freue mich auf die nächsten Starts mit ihm, egal bei welcher Veranstaltung.
Die Kontur von Patrick Bauer, der jedem Finisher persönlich die Hand schüttelt und beglückwünscht, hebt sich deutlich vom Rest der Organisatoren ab. Nun sind es unwiderruflich die letzten Meter. Was bleibt uns Wüstenfüchsen nun noch anderes übrig, als einfach nur noch zu strahlen und den wirklich letzten Schritt nach über 200 Kilometern, gemeinsamen Nächten im Bivouac, Ups und Downs gemeinsam zu machen…

24.04.2009 - 06:54
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Es sollten die letzten 42.195 Meter dieses 24. Marathon des Sables werden. Die letzte Etappe wurde wie die erste ersatzlos gestrichen. Das hieß alles raus aus dem Rucksack und so leicht wie möglich starten. Josef und ich lagen nach der ausgewogenen Leistung auf der Ultraetappe ausgezeichnet unter den Top 90. Die Beine waren erholt und so stürmten auch wir heute mit der Meute los. Mit der richtigen Taktik wäre bestimmt noch eine Verbesserung möglich. Das Feld zog sich wie an den Vortagen rasch auseinander und strebte dem ersten Anstieg zu. Tempo raus und beim Abstieg auf jeden Tritt achten. In einer dieser nun wieder folgenden Steinebene konnten wir schon von Weitem den ersten Checkpoint ausmachen. Wie bei einem Marathon, wenn es auf jede Sekunde ankommt, nur kurz Wasser nachfüllen und den nächsten Anstieg hinauf. Alles lief wie am Schnürchen, wir dürften uns so um Platz 70 bewegt haben. Ein kleines Zwicken im rechten Knöchel, nicht der Rede wert. Nach knapp 200 Kilometern darf sich der Körper schon einmal bemerkbar machen. Ruhig und vor allem locker bleiben, wird schon wieder vergehen. In den nächsten Dünen schien die Luft zu stehen und so kam Checkpoint 2 gerade recht. Bei jedem anderen Marathon hätte ich mich nun an den Rand gesetzt und der vorbeiziehenden Masse applaudiert und sie angefeuert, aber sollte mich so kurz vor dem lang ersehnten Finish ein mittlerweile zur Unkenntlichkeit angeschwollener Knöchel aus dem Rennen werfen? Mitten in der Wüste in der Nähe eines kleinen Dorfes querten wir einen Fluss, in dem Kinder spielten. Eine weitere Verlockung sich auszuruhen und die Füße ins kühlende Nass zu halten. Noch acht Kilometer. Es ging bergan und die Landschaft lud geradezu ein, die Gipfel leichtfüßig zu erklimmen.
Was die Veranstaltung ausmacht ist die unglaubliche Kameradschaft. Ein vorbeikommender Engländer lieh mir selbstlos seine Walkingstöcke und gab mir dadurch die Möglichkeit, die Ziellinie zu sehen. Er sollte ironischer Weise am Ende in der Gesamtwertung einen Platz hinter mir landen. Unter die ersten 100 zu kommen, hatte ich bereits enttäuscht abgeschrieben. Aber wenigstens Josef sollte es schaffen. Jedoch wollte er mich nicht in diesem Zustand alleine zurücklassen. Was blieb da anderes übrig als die Zähne zusammen zu beißen? Noch vier Kilometer und oben von der Bergkette konnten wir am Ende der Ebene das Bivouac erkennen. Es war bitter auf der Zielgeraden permanent überholt zu werden, statt selber dem Flow zu erliegen und statt freudestrahlend schmerzverzerrt einen Schritt nach dem anderen zu machen. Jeder hat einen schlechten Tag beim Marathon des Sables, so eine alte Weisheit. Aber mussten es gerade diese letzten Meter nach all der langen Vorbereitung, nach Läufen in Schnee und Kälte, nach der Arbeit irgendwann im Dunkeln sein? 

23.04.2009 - 06:42
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Die Taktik war aufgegangen, wir waren nach 13 Stunden im Ziel, freuten uns auf den wohlverdienten Schlaf und einen Ruhetag, während die anderen sich dem Etappenziel entgegen quälten. Kurz nach Mitternacht kamen auch unser Quotenösterreicher Peter, der immer gut gelaunt war und sich vom Äußeren von Tag zu Tag mehr einem Beduinen annäherte, sowie Hubert ins Zelt. Frank, der leider aufgrund gesundheitlicher Probleme nach der ersten Etappe vernünftiger Weise ausgestiegen war, kochte für uns vier groß auf. Jeder berichtete von seinen Eindrücken und Erlebnissen. Gleichzeitig bangten wir um unsere beiden Frauen im Zelt. Wie weit waren sie, ging es ihnen gut? Die Antwort sollten wir erst am nächsten Tag erhalten.
Claudia kam früh am Morgen, Anette leider gar nicht. Bis Kilometer 86 hatte sie gekämpft, aber eine Schienbeinhautentzündung verhinderte das Finish. Nichts desto trotz waren wir guter Dinge, genossen den Tag faul in der Sonne, gingen zur Ziellinie und feuerten die vereinzelt ankommenden Teilnehmer, deren Gesichtsausdruck von Strahlen bis Apathie reichte, an und pflegten uns, die Ausrüstung und den gepflegten Talk. Als der Letzte in der Nacht ins Ziel kam, empfing ihn das Bivouac mit tosendem Beifall. Danach wurde es aber schnell wieder ruhig, denn am nächsten Tag stand ein voller Marathon auf dem Programm…

22.04.2009 - 07:54
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Die ersten beiden Etappen zum Warmlaufen liegen nun hinter uns, die längste Etappe mit 80 Kilomerten vor uns. Zuerst ein Gerücht, dann die Bestätigung und angespannte Nervosität: Um insgesamt aufgrund der ersten ausgefallenen Etappe auf über 200 Kilometer Gesamtdistanz zu kommen, verlängert sie sich um 11 auf 91 Kilometer. Diese Distanz ist mit dem Rad, oder wie ich von den Schweizern lernte, mit dem Velo schon sehr weit, zu Fuß in der Wüste über Stock und Stein mit Gepäck extrem weit. Entscheidend wird die Taktik sein: Ist Angriff die richtige Strategie, laufen soweit die Füße tragen oder die Strecke mit Pausen in Teilstücke aufteilen?
Da die besten 50 des Gesamtklassements erst gut zwei Stunden nach uns starteten und das Gros eher verhalten anging, fand ich mich bald schon auf Platz vier und genoss dieses herrliche Gefühl in vollen Zügen. Der Motivationsschub half auch über ein matschiges Flussbett und die dahinter liegende, ewig lang scheinende Gerade bis zum Checkpoint 1. Der dahinter liegende Hügel wurde problemlos überquert, doch dann zog es sich zu Checkpoint  2 hin. Von da aus blies uns ein starker Gegenwind ins Gesicht, der uns zum Windschatten-Gehen zwang. Hier traf ich auch wieder auf Josef, den zweiten Wüstenfuchs und wir wechselten uns in der Führung ab. Hinter Checkpoint 3 öffnete sich uns eine herrliche Savanne, die sich scheinbar bis zum Horizont erstreckte. Wildesel betrachteten uns skeptisch und für die Szenerie fehlten nur noch Löwen, Zebras und Giraffen. Nach Checkpoint 4 folgte der anspruchsvollste Teil der Etappe: zuerst Dünen, die sich wie Wellen vor uns auftürmten, und dann ein Berg. Oben angekommen genossen wir eine sagenhafte Aussicht, die nach einem soften Abstieg bis zu den nächsten Dünen reichte. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir bei Checkpoint 5 an. Hier wechselte ich von den X-SOCKS Speed Metal Energizer auf Run Evolution.  Den Luxus eines frischen, zweiten Paares gönnte ich mir, auch wenn das mehr Gewicht bedeutete. Erstere schätzte ich wegen ihrer graduellen Kompression und des Xitanits, das wie das Fennec Running Shirt nicht nur die Sonnenstrahlen reflektiert, sondern auch überschüssige Körperwärme nach außen ableitet. Letztere wegen ihrer Doppelstrumpf-Technologie, die mich aufgrund der Etappenlänge vor Blasen schützen sollte. Apropos Schutz: Einfach genial, wie viel Schutz X-SOCKS den Läufern mit ihren patentierten Lösungen bietet. Dazu noch zwei Jahre Garantie. Allerdings waren die Socken selbst nach diesem Extremlauf in einem 1A Zustand, so dass wahrscheinlich erst nach vier Jahren neue gekauft werden müssen.
Den Weg zu Checkpoint 6 wies schon von weitem ein in den Himmel gerichteter Laserstrahl, der uns magisch anzog. Schade, dass wir nichts von der Oase, die wir passierten sahen, auch wenn sich in der klaren Nacht über uns der schönste Sternenhimmel zeigte. Die letzten Kilometer und völlig unspektakulär vor uns der Zielbogen. Zusammen liefen wir Wüstenfüchse über die Ziellinie. Die Ergebnisliste dieser Etappe hatte keinen Platz 76, dafür zweimal 75…

21.04.2009 - 06:51
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Die erste Nacht im Bivouac, der kreisförmig aufgebauten Zeltstadt war mit sechs Grad sehr kalt. Dank des leichten Yeti Schlafsacks konnte ich mich bestens erholen. Um mich warm zu halten, zog ich zusätzlich meine X-BIONIC Leg und Arm Warmers an: Einfach toll, wie der Ziehharmonika-Effekt der ExpansionRibs sich beim Beugen des Knies/des Ellenbogens entfaltet und das  Kammern- und Kanalsystem mit warmer Luft im Inneren für hervorragende Isolation sorgt. Letztere sollten zu treuen Begleitern werden. Nicht zuletzt deswegen, weil sie je nach Witterung schnell an- bzw. ausgezogen werden können. Außerdem konnte ich so auf ein Langarmshirt verzichten und so Platz und Gewicht einsparen.
Am Morgen erfuhren wir, dass heute ein Rundkurs über 36 km gelaufen werden sollte. Die ursprüngliche Etappe konnte wegen der vielen Regenrückstände nicht in Angriff genommen werden. Beim Start war es noch empfindlich kühl und windig, einige hatten lange Sachen bzw. ihre Papieranzüge an. Irgendwann würde es warm werden und sie würden beim Ausziehen wertvolle Zeit verlieren. Das Procedere vom Vortag wiederholte sich: Briefing, Happy Birthday für die Geburtstagskinder, der Start des Hubschraubers signalisiert sozusagen den Zwei-Minuten-Countdown, dann „Une minute“, zehn, neun, acht und Start…

20.04.2009 - 07:12
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Montag, 10 Uhr: Endlich, der Startschuss und die Meute stürmt los. Zwei Kilometer über Steinboden und dann setzt der Fuß zum ersten Mal auf Sand auf. Vor uns türmt sich das Erg Chebbi, die zweit höchste Dünenlandschaft Afrikas auf. Die Masse folgt den Spuren der Führenden, hie und da wählen abseits davon Läufer ihren eigenen Weg. Irgendwo zwischen Höhen und Tiefen, geographisch wie psychisch, treffe ich auf Josef, mit dem ich in der ersten Nacht das Zimmer teilte und mit dem ich auch im Zelt Seite an Seite schlafen würde. Ich glaubte schon mein Spiegelbild zu sehen, da auch er vollkommen in X-BIONIC gekleidet war. Er hatte viel Zeit auf die Wahl der perfekten Laufkleidung im Vorfeld verwendet und sich für das Fennec Shirt, die Running Pants und X-SOCKS Speed Metal entschieden. Überzeugt hatte ihn die weltweit einzigartige  Wüstenfuchs-Technologie, bei der das völlig neu entwickelte Material Xitanit die Wärmestrahlung der Sonne reflektiert und überschüssige Körperwärme nach außen transportiert. Ferner wäre er auf das propagierte Schatten-Tragegefühl und das Versprechen, dass aus Schweiß Energie entstünde, gespannt. Wir sollten nicht enttäuscht werden und stellten schon am ersten Tag fest, dass wir erstaunlich wenig Wasser im Vergleich zur Konkurrenz benötigten. Überraschend war ferner, dass wir, egal wie lange die Etappen waren, keinen Muskelkater hatten. Wir schliefen beide in unserern Running Pants und führten dies auf die gefäßoptimierte Kompression zurück, die uns somit 24 Stunden lang zuverlässig unterstützte. Wir erreichten Checkpoint 1 und nach einer neuen Kilometer langen Steingeraden Nummer 2. Abwechslungsreich ging es in Richtung Ziel bei Kilometer 33…

17.04.2009 - 10:05
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Der Marathon des Sables gilt als härtester Etappenlauf der Welt: sechs Etappen, die längste davon ca. 80 km, bei Temperaturen von bis zu 50 Grad durch die marokkanische Sahara. Hinzu kommt, dass jeder Teilnehmer seine Ausrüstung wie zum Beispiel Schlafsack, Notfallrakete, Kompass etc. sowie sein Essen selber tragen muss. Während des Rennens erhält er von der Organisation nur Wasser. Einerseits gilt es daher das Gewicht so weit wie möglich zu reduzieren, andererseits optimal an die Bedingungen angepasst zu sein. Die deutschen und österreichischen Teilnehmer trafen sich in Frankfurt zum Abflug, andere Länder kamen in Casablanca vor dem Weiterflug nach Ouarzazate hinzu. Insgesamt sollten bei der 24. Austragung 872 Läufer aus 41. Nationen am Start stehen. Doch bevor es soweit war, stellten heftige, völlig untypische Regenfälle die Geduld aller auf die Probe und zwangen die Organisation, die erste Etappe zu streichen. Es drohte sogar die gesamte Veranstaltung auszufallen. Wir Läufer nutzten die Zeit und knüpften Kontakte untereinander, so zum Beispiel zu Kevin aus England…

16.04.2009 - 07:57
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